Die heutige Frage stammt von @Imke (ganz lieben Dank dafür):
Wo im privaten Alltag fällt euch auf, dass ihr Archivare seid? Gibt es irgendwelche berufsbedingten Spleens oder Eigenarten, die ihr bei euch bemerkt?"
(Solltet ihr auch eine Frage haben, die wir hier in die Runde geben können, meldet euch gerne.)
Oh ja! Klarsichtfolien. Definitiv.
Ich bin ausdauernde Tagebuchschreiberin und es ist immer ein Tanz, wenn ich ein Neues suche, einen anderen Stift verwenden will oder ( ) etwas reinkleben will. Ich habe mir erst in den letzten paar Jahren mühsam antrainiert, dass es ok ist, auch mal kreativ zu werden. Das Ding ist halt, dass ich sie später ins Deutsche Tagebucharchiv geben will. Soo abwegig sind die Gedanken also nicht, aber es ist trotzdem eine Plage.
Wenn ich selbst Schreiben von Ämtern erhalte, lese ich den Briefkopf und alle angegebenen Bezüge immer sehr genau und gucke, ob auch die Provenienz stimmt und ich ggf. aus dem Aktenzeichen etwas ableiten kann.
Seit dem ich mich etwas intensiver mit der Schriftgutverwaltung beschäftige, entwickle ich leicht zwanghafte Züge, was das Ablegen von allen möglichen Unterlagen auch außerhalb des beruflichen Alltags betrifft. Es ist als ob der Aktenplan mir immer über die Schulter schaut…